Von der Amtlichen Preisliste zum Kundenangebot, Ohne den Code zu Verlieren
Eine italienische Baukalkulation muss Codes amtlicher Preislisten zitieren. Kopiert man diese Zeilen in eine Tabelle, ist die Verbindung zur Quelle weg — genau dann fragt jemand, woher eine Zahl stammt.
Bauunternehmen und Kalkulatoren · Italien
construction!Der Bedarf
Eine Baukalkulation in Italien ist keine freie Preisbildung. Positionen stammen aus veröffentlichten Preislisten — je mit Code, Beschreibung, Mengeneinheit und Einheitspreis — und die Kalkulation soll sie zitieren. Gearbeitet wird meist in einer Tabelle: relevante Zeilen aus der Preisliste kopieren, Mengen ergänzen, summieren und das Ergebnis in ein Kundenangebot umformatieren. Jede dieser Kopien trennt die Zeile von ihrer Quelle. Wird die Preisliste überarbeitet, weiß niemand, welche Kalkulationen veraltet sind. Fragt eine Kundin oder eine Behörde nach einer Zahl, ist die Antwort ein Wert in einer Zelle ohne Herkunft. Und weil Aufmaß und Kundenangebot getrennte Dokumente sind, driften sie auseinander — das Angebot sagt das eine, die dahinterliegende Messung das andere, und der Unterschied fällt auf der Baustelle auf.
Der Ansatz
Wir haben die gesamte Kette als eine verknüpfte Struktur modelliert statt als drei Dokumente. Preislisten sind erstklassige Daten — jede Position mit Code, Beschreibung, Mengeneinheit und Einheitspreis — und das Aufmaß entsteht, indem daraus geschöpft wird, sodass eine Zeile ihre Herkunft behält statt als eingefügter Text anzukommen. Aufmaße sind in Kapitel mit expliziter Reihenfolge gegliedert, denn eine Baukalkulation wird abschnittsweise gelesen und die Reihenfolge trägt Bedeutung. Jede Zeile speichert Menge, Einheitspreis und resultierenden Betrag: Die Rechnung ist festgehalten, nicht an jeder Stelle neu und anders ermittelt. Das Kundenangebot wird anschließend aus denselben Zeilen abgeleitet statt abgetippt — genau das verhindert, dass Messung und Angebot einander widersprechen. Das Ganze ist mandantenfähig: Organisationen besitzen ihre Preislisten, Projekte und Kunden, und die Mitgliedschaft entscheidet, wer was sieht, sodass ein Betrieb an mehreren Projekten arbeiten kann, ohne dass Material zwischen ihnen durchsickert.
